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Montag, 11. Mai 2026

Willkommen im Abseits

Heike Buchter schreibt in der ZEIT über die Fußball-WM in Nordamerika. Es sollte Amerikas große Party werden, stattdessen schrecken horrende Ticketpreise und verschärfte Grenzkontrollen die Welt ab.

Der Andrang ist überschaubar 

Hoteliers und Stadien hatten sich deutlich mehr versprochen. Mit Ausnahme der Topspiele sind bei vielen der 104 Spielen noch Karten erhältlich. Auch das Hotelgewerbe klagt und hat sich deutlich mehr erwartet. Die FIFA hatte viel versprochen: 30 Mrd. Dollar an zusätzlicher Wirtschaftsleistung, viele neue Jobs, drei Millionen Gäste aus dem Ausland. 

Trump-Regierung schreckt ab

Bereits in Katar gab es Probleme wegen Menschenrechtsverletzungen. Die Politik von Trump schreckt ebenfalls ab. US-Grenzbeamte untersuchen Mobiltelefone von Einreisenden – auch von Touristen, die kein Visum aber eine elektronische Einreisegenehmigung brauchen. Es gibt Pläne, dass sogar Einträge auf Plattformen in den letzten Jahren durchleuchtet werden könnten. Aus einigen Ländern wie Haiti und Iran dürfen die Menschen erst gar nicht einreisen oder müssen eine hohe Kaution zahlen. 

Ärgernis variable Ticketpreise 

Ein weiteres Ärgernis sind die Ticketpreise. Bei hoher Nachfrage können die Preise enorm steigen – bis zu 11.000 Dollar im Finale. Selbst Fans, die zuvor Tickets reserviert haben, können von diesen enormen Preissteigerungen betroffen sein. Für viele Spiele gibt es jedoch nicht genügend Interessenten - ökonomisch wird es zwei WMs geben - die eher enttäuschenden Ausscheidungsrunden im Juni und die den hohen Erwartungen gerecht werdenden Spiele im Juli.«

Die WM der oberen zehn Prozent 

Die hohen Ticketpreise, die verschärften Einreiseregeln, die intransparente Vergabe – all das führe dazu, dass auf den Tribünen ein bestimmtes Publikum sitze -  wohlhabend, gut vernetzt, mit dem richtigen Pass. Die WM 2026 wird die WM der oberen zehn Prozent.“