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Mittwoch, 18. März 2026

Jürgen Habermas: Niemand verstand die Bundesrepublik wie er

Seine Texte waren nicht immer einfach zu verstehen, Jürgen Habermas war aber ohne Frage einer der wichtigsten Denker der Bundesrepublik. Bis zuletzt haben seine Beiträge Diskussionen ausgelöst, wie z.B. zum Ukraine Krieg und Europa. Auch die Bundesrepublik verstand Habermas wie niemand anders, wie Tobias Rapp in seiner Würdigung im SPIEGEL deutlich macht. 

Eine Welt in Auflösung

Es war einsam geworden um ihn. Seine Tochter und seine Frau starben in den letzten Jahren, aber auch die Reaktionen auf seine Artikel haben ihn befremdet. Sein Tod steht auch für das Ende einer Epoche: Nämlich die der alten Bundesrepublik Deutschland, deren Gepflogenheiten und Selbstverständnis die Wiedervereinigung gut überlebten und die dann doch bis weit ins neue Jahrtausend hereinreichten.

Habermas als der Erklärer der Bundesrepublik 

Habermas hat die Geschichte der Bundesrepublik wie kaum ein anderer erklären können. Er war bereits Professor, als die 68er Proteste begannen, schreib aber die Texte, die zur Zeit passten. Begriffe wie „herrschaftsfiere Diskurs“ oder Verfassungspatriotismus schafften es in den Diskurs. Die Frankfurter Schule, geprägt unter seinem Lehrer Adorno, wäre nicht so einflussreich gewesen. Während das Denken von Adorno und Horkheimer durch die Katastrophen ihres Lebens beeinflusst war, wuchs Habermas in der wohlhabenderen und liberaleren Bundesrepublik auf. Er war ein Denker des Gelingens. 

Die befreiende Kraft des Wortes

Er selbst nannte als Motiv die befreiende Kraft des Wortes – auch wenn seine Texte schwer zu verstehen waren. Er fragte nach den Bedingungen des emanzipierten Lebens: Wie kann das Individuum sich entfalten? Was heißt das überhaupt? Wie muss eine Gesellschaft gestaltet sein, um das zu ermöglichen? Welche Rolle spielt die Sprache dabei? Er war Modernist und glaubte an die Möglichkeiten des gesellschaftlichen Fortschritts. Dieses Projekt der Moderne wollte er verteidigen: durch herrschaftsfreie Kommunikation und eine lebendige demokratische Öffentlichkeit. 

Die Erfahrung einer ganzen Generation

Habermas wurde mit einer Gaumenspalte geboren, die mehrere Operationen nach sich zog. Ebenso prägend war die Erfahrung der um 1929 geborenen: Jung genug, um nicht mehr selbst im Krieg gekämpft und schlimme Erfahrungen gemacht zu haben – und alt genug, um zu verstehen, dass sich ihnen nun die Welt öffnete.

Ein kluger und mächtiger Netzwerker

Seine Habilitationsschrift »Strukturwandel der Öffentlichkeit« war ein überraschender Erfolg. Er wurde ein kluger und mächtiger Netzwerker, zunächst in Starnberg, später in Frankfurt, also sein Hauptwerk „Theorie des kommunikativen Handelns“ entstanden ist. Er wollte an eine Tradition anknüpfen, die die Nazis zerstört haben. Das war keine Selbstverständlichkeit, denn die Mördern waren noch überall. Verbunden fühlte sich Habermas den USA, er integrierte den amerikanischen Pragmatismus ins deutsche Geistesleben.

Der zwanglose Zwang des besseren Arguments 

Für Adorno gab es kein richtiges Leben im falschen. Die gesellschaftliche Totalität ist die Katastrophe, der Kapitalismus, der Terror der verwalteten Welt. Aus diesem Zusammenhang gibt es kein einfaches Entkommen. Für Habermas ist diese Aussage zunächst ein Satz und die Sprache selbst Anlass zur Hoffnung: Immer wenn wir meinen, was wir sagen erhaben wir für das Gesagte einen Anspruch auf Wahrhaftigkeit. Im Idealfall kann der „Zwanglose Zwang des besseren Arguments“ zur Geltung kommen – wenn die Geltungsansprüche aller berücksichtigt sind. 
Diese „ideale Sprachsituation“ bildete den Kern seiner Philosophie und seines Konzepts der deliberativen Demokratie: Nicht die Mehrheitsentscheidung sei in der Demokratie zentral, sondern dass der Weg dorthin durch einen offenen und rationalen Diskurs geprägt sei. Daher auch die Bedeutung der Öffentlichkeit in Habermas Denken, nur Bürgerinnen und Bürger, die ausgewogen informiert seien, könnten diesen Prozess tragen. Die Medien, die Zivilgesellschaft.

Begleiter aller Debatten in Deutschland 

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Entwicklungen der letzten Jahre mit Wutbürgern und MAGA-Bewegung für Habermas schmerzlich. Der Fokus auf Verständigung und Kompromiss war ein Abbild für die Bundesrepublik – nach Jahrhunderten des Obrigkeitsstaats und des Gehorsams. Er hat alle zentralen Debatten begleitet. Am Anfang ist er sehr kritisch: Er ist gegen die Wiederbewaffnung und den Aufbau der Bundeswehr, gegen den Kanzler Adenauer und seine restaurative Politik. Die Reform des Bildungssystems war ihm ein wichtiges Anliegen. Als Vordenker der Studentenbewegung für den Terror der RAF verantwortlich gemacht wurden, wehrte sich Habermas. Er verteidigte die liberale Ausrichtung, argumentierte gegen Berufsverbote: Mutig – aber schon deutlich staatstragender.

Wie stehen wir zur Vergangenheit?

Beim Historikerstreit 1986 widersprach er dem konservativen Historiker Ernst Nolte, der die Verbrechen der Nazis nur als Imitation von Stalins Verbrechen sah. Habermas nahm dies zum Anlass die Auseinandersetzung über die Identität des Landes zu suchen: Wie stehen wir zur Vergangenheit? Was für ein Verbrechen war der Holocaust? Kann dieses Verbrechen jemals vergehen? Was heißt das für die Identität der Bundesrepublik Deutschland? Das liberale Laer gewann diesen Konflikt, der direkt zur Debatte über das Verhältnis zu Israel und der Staatsräson führt. 

Debatte um Europa 

Intensiv beteiligte er sich um die Debatte über Europa: Er hatte die Hoffnung, dass Europa und die USA die Menschenrechtsordnung weltweit durchsetzen könnten. Er glaubte aber nie an das Ende der Geschichte und sah das Ende des Westens als gemeinsamer politischer Raum mit Stahlkraft für den Rest der Welt. Seine Hoffnung auf Verrechtlichung ist hinfällig: Der Westen ist kaputt, Amerika bis auf Weiteres als Leuchtturm der Hoffnung verloren, Europa schwach.

Was bleibt? Bleibt was?

Die Antwort auf die Frage hängt davon ab, wie man die Geschichte der Bundesrepublik beurteilt. Wenn man sagt, die Gegebenheiten waren günstig und die richtigen Personen auf den richtigen Posten – dann bleibt nicht viel vom Werk von Habermas. Man kann die deutsche Geschichte aber auch als Lehrstück für die Welt sehen. Wie ein Land, das eines der größten Menschheitsverbrechen begangen hat, aus dem Schatten dieser Tat treten kann. Wie man aus der Vergangenheit lernen und streiten kann. Bei Habermas war nie etwas perfekt – alles sind immer kleine Schritte, Mühen auf einer großen Ebene.

Gesellschaften, die an den Fortschritt glauben

Aktuell erscheint der Pessimismus zu überwiegen, aber das muss nicht so bleiben. Gesellschaften, die wachsen wollen, die an den Fortschritt glauben und daran, dass darüber gestritten werden kann, wie dieser aussieht. Möglicherweise werden sie wieder zu den Büchern von Jürgen Habermas greifen.


Dienstag, 4. November 2025

Zerstörungslust – manche Menschen wünschen Gewalt für soziale Probleme

Die Soziologen Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey haben ein Buch „Zerstörungslust“ mit brisanten Ergebnissen veröffentlicht. Eine kleine Gruppe von Menschen wünscht sich Gewalt und drakonische Strafen als Mittel zur Lösung sozialer Probleme. Über das Buch berichtete der Focus, außerdem gaben die Autoren Interviews im SPIEGEL, der ZEIT  und der Süddeutschen Zeitung . 

Menschen mit „destruktiven Tendenzen“

Amlinger und Nachtwey führten Interviews mit 2600 Menschen. Bei einer Gruppe von 12,5 % stellten sie „destruktive Tendenzen“ fest. Diese befragten sie weiter. Sie unterscheiden dabei zwischen drei Typen: 

  • Den Erneuerer, der das liberale politische System zerstören will, damit traditionelle Hierarchien an seine Stelle treten. 
  • Den Zerstörer, der gar nicht an eine bessere Zukunft glaubt und die Zerstörung als Selbstzweck sieht. 
  • Den Libertär-Autoritären, der die aktuelle Form der Regulierung ablehnt und sich einen neuen, wirtschaftlich befreiten, aber gesellschaftlich autoritären Staat wünscht.

Nullsummen-Denken als zentrale Rolle 

Das Denken dieser Menschen ist oft durch Nullsummen-Denken geprägt. Verluste der eigenen Gruppe werden als Gewinne anderer interpretiert und umgekehrt. Ein klassisches Beispiel dafür ist, dass Migranten den Einheimischen die Arbeitsplätze wegnehmen. Ihnen ist auch der Gedanke des Fortschritts abhanden gekommen  - war früher der bessere Job oder das bessere Auto des Nachbars ein Ansporn, ist es heute das Gefühl, dass ein guter Job weniger verfügbar ist. 

Zerstörungslust häufig in Verbindung mit biografischer Brüche 

Viele der Befragten betrachten ihr Leben als blockiert. Obwohl sie sich Mühegeben, haben sie keinen Erfolg. Viele Menschen haben Scheidung, Kündigung oder der Zwangsversteigerung des geliebten Eigenheim. Sie fühlen sich fremdbestimmt und sind bereit Schwächere zu demütigen und zu quälen. Obwohl Klimakleber oder trans Personen keine Konkurrenz sind, betrachten sie diese als ein Zeichen von sehr schnellen Wandels an Normen. 

Demokratischer Faschismus 

Die befragten Menschen bekennen sich zur Demokratie, sie wollen Wahlen gewinnen – und genießen gleichzeitig Grausamkeit und Gewalt. Sie bekennen sich zur Demokratie – sie wollen aber eine Demokratie für die sogenannten Normalen – andere werden ausgeschlossen. Dadurch sind die beiden Begriffe kein Widerspruch mehr: sie sind antidemokratisch, nationalistisch, migrationsfeindlich, gewaltaffin

Antifaschismus könnte kontraproduktiv sein

Die Interviewten sind voller Zynismus, konventionelle politische Aufklärung und Antifaschismus könnte sogar kontraproduktiv sein und als paternalistisch wahrgenommen. Sie fordern hingegen positive Visionen, denn Demokratie den Horizont einer offenen Zukunft, um handeln, gestalten, Lösungen finden zu können.“

Sonntag, 10. August 2025

Unsere Gesellschaft ist verrohter als viele denken

In einem Beitrag für den SPIEGEL kritisiert der Soziologe Wilhelm Heitmeyer, dass Gewalt und Rücksichtslosigkeit kleineredet werden: Diese Selbsttäuschung muss aufhören, sonst wird sich das Problem noch verschärfen

Unsere Gesellschaft verroht 

Umfragen zeigen, dass viele Menschen eine Verrohung der Gesellschaft spüren, sie beklagen mehr Egoismus und eine gesteigerte Aggressivität. Einige führen die ansteigende Zahl von Straftaten auf eine erhöhte Anzeigenbereitschaft und mehr Polizeiarbeit zurück. Diese Sensibilisierungsthese soll beruhigend wirken: So schlimm ist es gar nicht. Heitmeyer widerspricht dieser These und verweist auf die zahlreichen Befunde im gesellschaftlichen Alltag. 

Durchrohung mi unterschiedlichen Gewaltformen 

Für ihn ist Durchrohungsthese zutreffender. Der Begriff der Durchrohung beschreibt, wie private, öffentliche oder institutionelle Strukturen Menschen dazu stimulieren, Macht zerstörerisch einzusetzen. Die Gewaltformen reichen von Demütigung über Hass zu Gewalt. Diese Gewalt gibt es im privaten und öffentlichen Raum: gegen Polizei und Rettungskräfte, im Straßenverkehr, Schulen, in ökonomischen Räumen gegen Beschäftige, in der Politik und nicht zuletzt in den virtuellen Räumen des Internets. Er stützt sich dabei auf „unbeleuchtete Dunkelzonen“, d.h. Umfragen bei Ärzten, Mitarbeitern öffentlicher Einrichtungen, die über zunehmende Angriffe klagen. 

Zusammenhang von gesellschaftlicher Struktur und individuellem Verhalten 

Die These von der Durchrohung sieht einen Zusammenhang von gesellschaftlichen Strukturen und individuellem Verhalten. Die zentrale gesellschaftliche Struktur ist das Wirtschaftssystem. Der Kapitalismus muss sich um des eigenen Überlebens willen immer weiter ausbreiten und betrifft zunehmend auch den sozialen Bereich. Dadurch werden Menschen bewertet, wie nützlich, verwertbar und effizient sie sind. Der deregulierte Turbokapitalismus hat zu massiven sozialen Ungleichheiten geführt: 
Die Gesellschaft fällt dadurch zunehmend auseinander, viele Menschen fühlen sich verletzt und vermissen gesellschaftliche Anerkennung. Untersuchen zeigen einen engen Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gewalttaten. 

Soziale Individualisierung und kulturelle Singularisierung 

Der Soziologe Ulrich Beck hat die Individualisierungsprozess der Moderne bestimmt. Nicht mehr Herkunft und Klassenzugehörigkeit, sondern das individuelle Handeln ist prägend. Sie sind gezwungen, ihren Lebensplan durchzusetzen. Je individueller die Lebensplanung wird, desto mehr widersprüchliche und unklare Anforderungen werden an den Menschen gestellt. 
Der Soziologe Andreas Reckwitz betont die Logik des Besonderen, das Streben nach Einzigartigkeit und Außergewöhnlichkeit. Diese Kriterien ändern sich ständig. Der zentrale Modus dieser kulturellen Singularisierung ist die Demonstration von Überlegenheit in der Alltagskommunikation.

Subjektivierung von Werten und Erosion von Normen

Beide Prozesse haben weitrechende Folgen. Sie betreffen die Subjektivierung von Werten (»Was als Wert gilt, bestimme ich«) und die Erosion von Normen (»Woran ich mich halte, bestimme ich«). Reckwitz verweist zudem auf die Relevanz von Affekten. Diese negativen Emotionen führen zur Verbreitung von Hass und Gewalt. Das inzwischen von autoritären Bewegungen und Parteien propagierte Ideal harter Männlichkeit verschärft die Problematik.
Wir erleben eine Abfolge von Krisen, in denen politische Instrumente nicht mehr funktionieren und viele Menschen dadurch Kontrollverluste erfahren. Das verringert das Gefühl, das eigene Leben selbstwirksam gestalten zu können und der Erwartung nach Einzigartigkeit zu entsprechen.

Debatte über Durchrohung ist notwendig 

Heitmeyer betont, dass die beschriebenen Strukturen, der Verlust von Empathie und die schwindende Bindung von Rechtsnormen zu dieser Verrohung führen. Beunruhigend ist, dass dies im Interesse von Akteuren mit Macht und Einfluss ist, die uns weiterhin etwas vorlügen können. Dazu gehören Wirtschaftsführer, die vom Kapitalismus profitieren, Politiker, die diese ökonomischen Strukturen nicht thematisieren und Meiden, die nicht auf diese Zusammenhänge hinweisen. Er fordert deshalb eine „produktiv radikale Debatte über die gesellschaftliche Produktion der Durchrohung“, ansonsten werden die Probleme weiter zunehmen – und das Bemühen, sie zu verdrängen.

Mittwoch, 4. Dezember 2024

Die „nüchterne alte Tante“ Soziologie ist wieder gefragt

Alexander Cammann rezensiert in der ZEIT das neue Buch von Andreas Reckwitz. Dabei geht er auch auf die Bedeutung der Soziologie ein, die so gefragt ist, wie lange nicht.

Soziologen waren lange nicht gefragt

Wenn es um die Erklärung des Mauerfalls von 1989 oder den 11. September ging, waren lange Zeit Historiker oder Philosophen gefragt. Für manche galten die Lifesciences als neue Leitwissenschaft, schließlich hatten die das menschliche Genom sequenziert. Nun ist sie wieder zurück „die nüchterne alte Tante“ Soziologie.

Kommentare zur jeweiligen Gegenwart

Nun sind sie zurück: Jutta Allmendinger und Heinz Bode haben jahrelang die Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Nun sind andere Soziolog*innen in aller Munde: Steffen Mau aus Berlin, Hartmut Rosa aus Jena, Paula-Irene Villa Braslavsky und Armin Nassehi aus München, Oliver Nachtwey aus Basel, Jens Beckert aus Köln, dazu häufig noch Eva Illouz. Sogar Olaf Scholz soll ihnen manchmal zuhören, wenn sie „virtuos eine der vornehmsten Aufgabe der Soziologie übernehmen – die Zeitdiagnostik.

Wegweisendes Werk „Die Gesellschaft der Singularitäten“

Bereits 2017 hat Andreas Reckwitz ein preisgekröntes Buch vorgelegt: Die Gesellschaft der Singularitäten. Die damaligen Diagnosen passen verblüffend gut,
ob es um Neogemeinschaften geht, die alte Organisationsformen ablösten (man denke an BSW und AfD), ob um die kulturellen Spaltungen der westlichen Gesellschaft, jenseits der alten Klassenkonflikte, die sich bei Wahlen niederschlagen. Ebenso passend ist die Beschreibung, dass anstelle allgemeiner anerkannter Normen und Zugehörigkeit viele „Singularitäten getreten sind.

Überall Modernisierungsverlierer

In seinem neuen Buch beschreibt Reckwitz die Verluste der Moderne: Klimakatastrophe, Artensterben, Modernisierungsverlierer – und der Populismus, der als „Verlustunternehmer“ davon.
Der Fortschrittimperativ westlicher Gesellschaften brachte stetige Verbesserungen. Sie konnten auch frühere Verluste immer wieder ausgleichen.

Progressive werden strukturkonservativ

Reckwitz beschreibt verschiedene Bereiche in der Spannung zwischen Fortschritt und Verlust und beschreibt eine interessante Änderung in der Politik. Progressive werden „strukturell konservativ“: die Linken in der Verteidigung des Sozialstaats, die Linksliberalen bei den vom Rechtspopulismus bedrohten Freiheitsrechten. "Nirgendwo ist die Fortschrittsorientierung noch ungebrochen" – und konservativ ist mal wieder komplizierter als gedacht.

Neues Thema in meinem Seminarangebot

In meinem Seminarangeboten zur Gesellschaft habe ich das Thema „Soziologen sind wieder gefragt“ aufgenommen. Dabei werde ich die Bedeutung und Werke von Andreas Reckwitz und anderer Soziologen vorstellen.